Nach den
Kriegsjahren war die Zahl der Katholiken
in Meinerzhagen sehr stark gewachsen. Die
alte Kirche St. Maria Immaculata an der
Ecke Kampstraße/Kirchstraße konnte die
vielen Menschen nicht mehr fassen.
Weitere Kirchen waren deshalb nötig.
Für die neuen Stadtteile im Norden hatte
man bereits in den 1960ger Jahren ein
eigenes Gemeindezentrum gebaut. Eine
dritte Kirche war im Bereich
Korbecke/Rothenstein angedacht.
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St. Marien |
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Als jedoch 1967 mit Josef Bentfeld
ein neuer Pfarrer sein Amt angetreten hatte,
entschied man sich stattdessen, die kleine
renovierungsbedürftige Kirche St. Maria
Immaculata abzureißen und gegen eine große an
gleicher Stelle zu ersetzen. Darin sollte zudem
das mit dem zweiten Vatikanischen Konzil
gewonnene neue Liturgieverständnis zum Ausdruck
kommen, das den Altar nun nicht mehr vorne,
sondern als zentralen Ort der Liturgie in der
Mitte des Gottesdienstraumes begriff.
Errichtet wurde der
Neubau nach Plänen des Architekten Wolfgang
Schwartz. Am Patronatsfest, dem 8. Dezember 1973,
wurde die neue Marienkirche nach 20monatiger
Bauzeit von Bischof Franz Hengsbach neu geweiht.
Der in der Grundfläche fast quadratische
Baukörper hat ein Spitzdach, das an drei Stellen
von hochragenden Holzpfeilern getragen wird, die
aus kreuzförmigen Betonsockeln emporwachsen.
Augenfällig beim Betreten des Gebäudes ist die
schlichte Gestaltung. Nichts lenkt vom
Mittelpunkt, dem Altar, ab, den das einfallende
Licht als hellsten Ort in der sonst eher dunklen
Kirche hervorhebt.
Prägendes Element des Eingangsportals ist das
große Rosenfenster. Es symbolisiert die
Schutzpatronin der Kirche: Die Rose gilt wegen
ihrer Schönheit als Königin der Blumen und als
Sinnbild Mariens. Im Mittelalter war die Rose
ausschließlich Attribut der Jungfrauen. Maria
unbefleckte Empfängnis: Maria Immaculata.
Künstlerisch sind außerdem die etwas
versteckten Fensterbänder von Egon Stratmann
hervorzuheben. Sie wurden in den 80ger Jahren des
letzten Jahrhunderts in der Paderborner
Glasmalerei Peters angefertigt. Vorherrschende
Farben sind Gelb und Blau, aber auch warme Rot-
und Brauntöne sind in den Fenstern zu finden.
Die Farben sollen Wärme, Licht und Erlösung
symbolisieren. Sie zeigen, dass die Dunkelheit
durch die Helligkeit verdrängt wird, und dass
Christus über die Macht des Todes siegt.
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Beeindruckendes
Einzelfenster ist zunächst im
Eingangsbereich die bildliche Darstellung
von Maria in Anlehnung an die
Beschreibung in der Offenbarung des
Johannes: "Eine Frau, mit der Sonne
bekleidet; der Mond war unter ihren
Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen
auf ihrem Haupt." (Offb 12,1) |
Die langen Fensterbänder findet man dann
an den Mauerversetzungen links hinter dem
Taufwasserbrunnen am Seitenausgang zum
Pfarrsaal, gegenüber auf der rechten
Kirchenseite sowie hinter dem Tabernakel
um die Ecke. |
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| Sowohl von ihrer
künstlerischen Gestaltung als auch von
ihrer theologischen Aussage her gelten
die Fenster als einzigartig. |

Drei Bilder rechts: Aus dem Fensterband
hinter dem Tauwasser.
Das Fensterband symbolisiert ganz unten
Gottes Geist über den Wassern und stellt
das Taufwasserweihegebet aus der
Osternacht bildlich dar. Darin heißt es:
"Im Anfang der Schöpfung schwebte
der Geist über den Wassern und schenkte
ihm damit die Kraft, zu retten und zu
heiligen."
In der Mitte dieses Fensterbandes ist
Christus am Kreuz zu entdecken. Das Motiv
ist eine Darstellung von Jesaja 50,6:
"Meinen Rücken bot ich denen, die
mich schlugen; meine Wangen denen, die
mir den Bart ausrissen. Mein Gesicht
verbarg ich nicht vor Schmähung und
Speichel."
Im obersten Bild schließlich ist der
herrschende Christus abgebildet. Offb
19,6 wurde hier künstlerisch umgesetzt:
"Halleluja! König geworden ist der
Herr unser Gott, der Herrscher über die
ganze Schöpfung."
Bild links: Fensterband
hinter dem Tabernakel.
Das Motiv stellt in Anlehnung an die
Apokalypse des Johannes das neue,
himmlische Jerusalem dar.
*** WIRD NOCH WEITER ERGÄNZT ***
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